Eigensicher und Eigensicherheit – Was bedeutet das?

 
Als eigensicher wird ein Stromkreis unter Bezugnahme auf IEC 60079-11 bezeichnet, der unter normalen Betriebs- und speziellen Ausfallbedingungen keine Funken und keine ausreichende Wärmeenergie erzeugt, die zur Entzündung einer explosionsfähigen Atmosphäre führen könnten.

 

Die Eigensicherheit, auch bekannt unter der Bezeichnung Schutzverfahren Ex i, basiert auf dem Prinzip der Begrenzung des in einem Stromkreis vorhandenen Stroms, der Spannung und der gespeicherten Energie.


Die Eigensicherheit unterscheidet sich dahingehend von anderen Schutzverfahren, als dass alle Geräte in der „Schleife“ berücksichtigt werden müssen. Eine herkömmliche eigensichere Schleife besteht für gewöhnlich aus einer einfachen oder eigensicheren Vorrichtung, die sich in einem Gefahrenbereich befindet und über eine eigensichere Verdrahtung mit einem zugehörigen Betriebsmittel außerhalb des Gefahrenbereichs verbunden ist.

Eigensicherheit – Aufbau mit eigensicheren Vorrichtungen und zugehörigen Betriebsmitteln. EX Zone und Sicherer Bereich

 

 

 

Was ist ein einfaches Gerät?

Bei einfachen Geräten handelt es sich im Allgemeinen um Elektrokomponenten mit genau festgelegten elektrischen Eigenschaften, die mit der Eigensicherheit des Stromkreises, in dem sie verwendet werden, kompatibel sind.

 

WTH, Thermoelemente, Potentiometer und Schalter gehören typischerweise zu der Art von Geräten, die als einfache Geräte bezeichnet werden können.

 

Einfache Geräte benötigen normalerweise keine Zertifizierung.

 

 

 

Was ist ein eigensicheres Gerät?

Zu den eigensicheren Geräten gehören Vorrichtungen wie Temperaturmessumformer, Magnetventile und I/P-Wandler, die auf die Installation in Gefahrenbereichen ausgelegt sind. Da diese Geräte in der Lage sind, Energie zu speichern, müssen sie als eigensichere Geräte zertifiziert werden.

 

Diese Zertifizierung, die normalerweise von einer notifizierten Stelle durchgeführt wird, umfasst auch eine Klassifizierung des Gefahrenbereichs sowie eine Festlegung der eigensicheren Geräteparameter, wie Spannung, Strom und Strombegrenzungen, für diese spezielle Vorrichtung. Diese Informationen werden zur Durchführung der erforderlichen Berechnungen der Ex-Schleife benötigt.

 

 

 

Was ist ein zugehöriges Betriebsmittel?

Eine eigensichere Schleife erfordert eine Schnittstelle zwischen den Geräten im Gefahrenbereich und den im sicheren Bereich des Leitstandes befindlichen Geräten. Dieses Schnittstellengerät muss in der Lage sein, die in den Gefahrenbereich fließende Energie zu begrenzen, und sicherstellen, dass auch unter Ausfallbedingungen keine ausreichende Energie zur Entzündung der explosionsfähigen Atmosphäre freigesetzt wird.


Normalerweise handelt es sich bei dieser Schnittstelle um eine eigensichere oder Ex-Barriere.

 

Dabei kommen zwei Haupttypen von Ex-Barrieren zum Einsatz – entweder eine "Zenerbarriere" oder eine "eigensichere galvanische Trennvorrichtung", die sich wachsender Beliebtheit erfreut.

 

Erfahren Sie mehr über den Unterschied zwischen einer Zenerbarriere und einer eigensicheren galvanischen Trennvorrichtung.

 

 

RICHTLINIE 2014/34/EU DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 26. Februar 2014 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten für Geräte und Schutzsysteme zur bestimmungsgemäßen Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen (Neufassung)

 

 

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